Freiwilligen-Schar in blauen Shirts

Rund 5.000 Menschen packen beim Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar gemeinsam an.

  • Rund 5.000 Menschen packen gemeinsam an
  • Rund 300 Aktionen in 60 Städten und Gemeinden in Baden, Hessen und der Pfalz
  • ZMRN-Vorstandsvorsitzender Dr. Tilman Krauch: „Großes Dankeschön an alle Engagierten!“


Wir schaffen was – unter diesem Motto haben sich beim achten Freiwilligentag 2022 am 17. September der Metropolregion Rhein-Neckar erneut viele Tausend Menschen für die Gemeinschaft engagiert. Zwischen Bensheim in Südhessen, Buchen im Odenwald und Bad Bergzabern in der Südpfalz gingen nach ersten Schätzungen rund 5.000 Freiwillige ans Werk. In 60 Städten und Gemeinden wurde bei rund 300 Mitmach-Aktionen für die gute Sache gesäubert, geschrubbt, gestrichen, geschraubt, gepflanzt und eben einfach viel geschafft.

Große Hilfsbereitschaft
„Die Bereitschaft der Menschen in unserer Region, sich für eine gute Sache einzusetzen, ist schon das ganze Jahr über sehr hoch. Dass wir heute zusätzlich noch viele Menschen motivieren konnten, uneigennützig für andere etwaszutun, freut mich sehr. Dies zeigt einmal mehr, dass der Freiwilligentag bestens geeignet ist, für das Ehrenamt zu werben. Und:Dass bürgerschaftliches Engagement noch nie so wichtig war wie jetzt“, zog Dr. Tilman Krauch, Vorstandsvorsitzender des Vereins Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar (ZMRN e.V.) am Mittag ein erstes Fazit.
Die ersten Aktionen waren bereits am frühen Morgen angelaufen. Krauch machte sich auf einer „Drei-Länder-Tour“ durch die Region ein persönliches Bild von den Aktionen. Am Morgen traf er sich unter anderem mit Jutta Steinruck (Vorstandsmitglied ZMRN e.V., Oberbürgermeisterin) in Ludwigshafen, wo bei einem Schulprojekt rund 40 Freiwillige mithalfen, um einen Schulhof zu verschönern. Seine Anerkennung richtete Krauchan alle, die gemeinsam den Tag über in die Hände spuckten sowie die Projektanbietenden, die sich das ganze Jahr über ehrenamtlich engagieren. 

Dank an alle Helfer:innen und Organisator:innen
„Ein großes Dankeschön geht an alle Helfenden und Organisator:innen. Sie haben in dieser weiterhin herausfordernden Zeit ein weithin sichtbares Zeichen für die gesellschaftliche Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements gesetzt“, so Krauch, der im Laufe des Tages bei weiteren Projekten in  Viernheim, Sandhausen und Weinheim auch selbst mit anpackte – in Viernheim z. B. gemeinsam mit Bürgermeister Matthias Baaß, der betonte: „Viele gemeinnützige Einrichtungen und Kommunen haben erfolgreich die Werbetrommel gerührt und Men-schen animiert, vor Ort mitzumachen. Wir hoffen, viele sind durch das Event auf den Geschmack gekommen, sich auch über den Tag hinaus längerfristig für eine gute Sache in ihrer Kommune zu engagieren.“

Krauch ergänzte: „Über 5.000 Freiwillige haben sich in der Region engagiert. Gerade bei den in den letzten Jahren stark geänderten Gegebenheiten ist dies ein klarer Leuchtturm der Solidarität für das gemeinschaftliche und soziale Zusammenleben.“

Große und kleinere Firmen engagieren sich
In vielen Orten erhielten die gemeinnützigen Einrichtungen tatkräftige Unterstützung von Unternehmen. So spendeten Firmen Materialien, brachten ihr Know-how ein oder packten selbst im Team an. So z.B. Hauptsponsor BASF in Ludwigshafen, deren Mitarbeiter:innen bei der Verschönerung des Schulhofs der Gräfenau-Grundschule in Ludwigshafen mithalfen. Christian Seemann, Leiter des Technical Site Services Ludwigshafen, engagiert sich mit seiner Einheit bereits seit vier Jahren ehrenamtlich für unterschiedliche Projekte. „Für mich ist das ehrenamtliche Engagement eine Herzensangelegenheit. Mit unserem Teameinsatz unterstützen wir Menschen, unsere Region und wachsen individuell sowie gleichzeitig als Team an Erfahrung und Sozialkompetenz“.
Vor allem die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie wichtig Teamgeist und gesellschaftlicher Zusammenhalt sind, so Seemann. Auch das Baumarkt-Unternehmen HORNBACH spendete zusätzlich zu Materialien im Vorfeld noch einige Stunden tatkräftige Unterstützung vor Ort. „Viele unserer Beschäftigten leben und arbeiten verteilt über die gesamte Metropolregion Rhein-Neckar. Uns liegt daher viel daran, dass die Region lebenswert ist und bleibt“, sagte Albrecht Hornbach (Vorstandsmitglied ZMRN e.V., Präsident der IHK Pfalz).

Weitere Unternehmen wie Hauptsponsor SAP, Freudenberg, Südzucker, Rewe oder die Graduate School Rhein-Neckar waren ebenfalls mit Firmenteams in Projekten am Werk.

Vorfreude auf 2024
Als Dankeschön erhielten alle Helfer:innendas blaue „Wir schaffen was“-T-Shirt. Die meisten Mitschaffenden dürften den Freiwilligentag allerdings noch aus einem anderen Grund in guter Erinnerung behalten: „Ein Samstag abseits des normalen Vereinsgeschehens voller gemeinsamer Aktivitäten und Spaß mit vielen bekannten und neuen Helfenden – absolut lohnenswert!“, bilanzierte stolz und zufrieden Petra Weiß vom Projekt „Einsatz für den Hardtwald“ in Sandhausen (Baden-Württemberg), stellvertretend für viele Organisator:innen.

Kein Wunder also, dass für viele Helfende und gemeinnützige Einrichtungen bereits jetzt feststeht, dass sie auch beim nächsten Freiwilligentag am Samstag, den 21. September 2024, wieder das blaue „Wir schaffen was“-Shirt überstreifen werden. Und auch die SAP schaut freudig in die Zukunft: „Als Initiator des Freiwilligentags in der Metropolregion Rhein-Neckar ist es uns wichtig, an vorderster Front mit unseren Mitarbeitenden dabei zu sein. Wir schlagen mit unserer Teilnahme am Freiwilligentag dieses Jahr auch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Er ist einmal mehr eine super Gelegenheit, sich gesellschaftlich zu engagieren und dabei gleichzeitig den Teamgeist zu stärken. Wir möchten aber natürlich auch für unsere Förderaktion #zukunftsschaffer trommeln“, sagt Luka Mucic, Finanzvorstand bei SAP.

Der Walldorfer IT-Konzern sieht das Ehrenamt durch die schwierigen Pandemiejahre bedroht und vernetzt daher seine eigene Aktion „#zukunftsschaffer“ mit der Bereitstellung eines 125.000 Euro schweren Fördertopfes auch für Projekte des Freiwilligentages. „Vereine und Initiativen sind das Rückgrat unseres Gemeinwesens: Sie machen die Dörfer und Städte in unserer Region lebendig und lebenswertund müssen dringend in puncto Zukunftsfähigkeit gefördert werden“, begründet Luka Mucic diesen Schritt.

Mehr Infos unter:www.wir-schaffen-was.de/freiwilligentag