Sport erlauben - Mindestabstand einhalten!

Länder beschließen Lockerungen im Sport- und Vereinsbetrieb.

In Sachen Corona-Lockerungen überlässt der Bund den einzelnen Länder die Verantwortung. Ob der Sportbetrieb wieder aufgenommen werden kann, liegt also in der Hand der jeweiligen Bundesländer. Wie sieht es in der Metropolregion Rhein-Neckar und ihren drei Bundesländern Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg aus?

Das Land Rheinland-Pfalz reagierte schon vergleichsweise früh und erlaubt bereits seit dem 20. April mehr Freiraum für sportliche Aktivitäten. So ist eine Benutzung von Sportanlagen alleine, zu zweit oder mit Personen des eigenen Hausstands im Freien möglich. Das gilt jedoch nur für sportliche Aktivitäten, bei denen der Mindestabstand von 1,5 Metern sowie die übrigen Hygienemaßnahmen eingehalten werden können. Das Land Baden-Württemberg zieht nun nach: ab Montag, den 11. Mai sind auch hier wieder alle Aktivitäten im Freien erlaubt, bei denen der Mindestabstand eingehalten wird. Als Beispielsportarten wurden Tennis, Golf, Leichtathletik, Kanufahren, Klettern, Rudern, Segeln und Beachvolleyball genannt. Der Landessportverband Baden-Württemberg begrüßte diese schrittweise Öffnung. Nach seiner Auffassung fallen unter "Sport im Freien" allerdings jegliche Formen des Sports, der unter Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln im Freien möglich ist. In Hessen sieht die Lage jedoch noch anders aus: Sportvereine und sportlich-engagierte Bürgerinnen und Bürger mussten bislang noch auf Lockerungen warten.  "Wir wollen am Ende den Sport in Summe behandeln, den Amateur- und Berufssport", sagte Ministerpräsident Volker Bouffier letzten Donnerstag. Es bleibt abzuwarten, ob bei der heutigen Besprechung im Bundestag weitere Maßnahmen beschlossen werden.