SportAward Rhein-Neckar 2018

Da uns die Kategorie "Top Vorbild - Verein" besonders am Herzen liegt, möchten wir die drei Konzepte, die für den SportAward nominiert waren, noch einmal etwas genauer vorstellen.

Der SportAward Rhein-Neckar 2018 ist schon wieder Geschichte, die Gewinner wurden gekürt und ausgiebig gefeiert. Die in diesem Jahr von der BKK Pfalz unterstützte Kategorie "Top Vorbild – Verein" liegt uns hierbei besonders am Herzen, da in den Vereinen und im Breitensport häufig die Basis für spätere Spitzenleistungen gelegt werden. All das wäre ohne die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer in den Vereinen nicht möglich. Darum freuen wir uns, dass alle zwei Jahre beim SportAward Rhein-Neckar nicht nur die erfolgreichsten Athletinnen und Athleten, Talente, Trainer und Mannschaften, sondern auch die innovativsten, kreativsten und außergewöhnlichsten Kooperationsmodelle im Sport ausgezeichnet werden.

Beglückwünschen möchten wir die diesjährigen Gewinner, die Judofighters Rhein-Neckar. Sie sind ein Zusammenschluss aus Mannheimer, Heidelberger und Eppelheimer Judovereinen sowie der Abteilung Judo des Deutschen Behindertensportverbandes und wurden Ende der 2000er unter dem Slogan "In 6 Jahren zur Deutschen Spitze" gegründet. Tatsächlich schafften sie es nach ihrem Start in der Bezirksliga 2012 im Jahr 2017 in die 1. Bundesliga aufzusteigen. Nach 26 Jahren gibt es nun wieder eine Bundesliga-Mannschaft, die zwei Besonderheiten aufweisen kann: Vier Athleten des Teams und ein Trainer sind sehbehindert. Darüber hinaus sind die Judofighters das einzige Team ohne "eingekaufte" Starter in der ersten und zweiten Liga.  

Auch die anderen beiden Nominierten mit ihren besonderen Konzepten möchten wir euch gerne noch einmal etwas genauer vorstellen:

Mit dem Ziel, die Sportvereine der Gemeinde Heddesheim dauerhaft in ihrer Zukunftsentwicklung zu unterstützen, gründeten die fünf Mitgliedsvereine im Oktober 2016 den Dachverein Interessengemeinschaft Sport Heddesheim e.V. (IGSH). Da sich immer weniger Menschen ehrenamtlich im Verein engagieren, werden die Aufgaben für den Einzelnen immer größer und es bleibt wenig Zeit für eine zukunftsfähige Vereinssportentwicklung. Aus diesem Grund wurde mit der IGSH ein hauptamtlich besetztes Servicebüro ins Leben gerufen, das Alltagsaufgaben wie die Mitgliederverwaltung der einzelnen Sportvereine zentral übernimmt, sowie Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Sportangebotes konzipiert und durchführt. Das Modell kann für viele Gemeinden und Vereine vorbildhaft und zukunftsweisend sein.  

Auch die Rudergesellschaft Speyer war in der Kategorie "Top Vorbild – Verein" nominiert. Die Rudergesellschaft Speyer 1883 e.V. arbeitet seit Oktober 2017 mit dem Soroptimist International Club Speyer zusammen. Die Kooperation läuft unter dem Titel "GRIT - Hartnäckigkeit und Leidenschaft lässt sich trainieren" und soll dazu dienen, Mädchen und junge Frauen für den Rudersport zu begeistern und deren Selbstbewusstsein durch Sport zu stärken. Mit der Bildung einer reinen Mädchentrainingsgruppe sowie dem Erlernen von Selbstcoachingtools sollen junge Frauen befähigt werden, selbstbewusst die eigene Zukunft zu gestalten und für ihre Rechte einzutreten.

Bild: Thomas Henne Preisübergabe an die Judofighters Rhein-Neckar. Bild: Thomas Henne