Sportbund Rheinhessen rückt den Breitensport in den Fokus

Nachdem der Landessportbund sich zu Wort gemeldet und mit Blick auf die im März stattfindende Landtagswahl mehr Unterstützung des Sports durch die Politik gefordert hat, schlägt der Sportbund Rheinhessen nun in die gleiche Kerbe.

Präsident Klaus Kuhn und Geschäftsführer Thorsten Richter heben hervor, dass sich die drei regionalen Sportbünde in dieser Frage mit dem Landessportbund einig sind. Kuhn spricht von der „berechtigten Forderung“ an die politischen Parteien, den Breitensport und damit eine Großzahl der Wähler im Fokus zu haben. Richter unterstreicht, dass die vom LSB veröffentlichten Erwartungen an die Politik gemeinschaftlich formuliert wurden. „Die vier Sportbünde haben die Wahlprüfsteine gemeinsam und sehr sorgfältig analysierend aufgebaut. Diese Zusammenarbeit dokumentiert den aktuellen Stand des organisierten Sports. Wir gehen gemeinsam los, um dem Sport jene Stimme zu geben, die er verdient.“

Mit ihren Wahlprüfsteinen stellen die Verbände nun gemeinsame Forderungen auf, wie beispielsweise die Autonomie des Sports zu achten, die Sportstätten zeitgemäß auszustatten und die Übungsleiter besser zu unterstützen. „Für den Sport gehen wir hier alle gemeinsam in die Bütt“, formuliert Richter. „Der politische Blick muss wieder stärker auf den Breiten- und Leistungssport, die Kernaufgaben des Sports, gelenkt werden. In den vergangenen Jahren wurde hier weniger, dafür mehr in politisch schicke Projekte investiert. Wir fordern mit den Wahlprüfsteinen die Politik auf, ihre Dienstleistungsfunktion für die Wählerinnen und Wähler zu überdenken und die Förderung des Sports verbindlich in den Wahlprogrammen festzulegen.“

Auch SBR-Präsident Klaus Kuhn fordert, dass der gesellschaftliche Stellenwert des Sports in angemessenem Maße in einem künftigen Regierungsprogramm Berücksichtigung findet. Kommt es nach der Wahl zu Koalitionsverhandlungen, wollen die Sportler mit ihren Kompetenzen Einfluss nehmen - erst Recht nachdem die Corona-Pandemie dem Sport einen schweren Schlag versetzt hat. „Der Sport mit seinen Aspekten Bewegung und gesellschaftliches Leben wird, je mehr die Pandemie abklingt, immer wichtiger werden. Das muss sich auch deutlich in den Programmen der Parteien widerspiegeln, immerhin ist der Sport die größte Bewegung im Land.“

Kuhn macht aber auch klar, dass die Sportler auf finanziellen Beistand nicht bis nach der Wahl warten können und derzeit schneller Hilfe oft bürokratische Hürden im Weg stehen. „Die Hilfsmittel aus dem Rettungsschirm für akut von der Insolvenz bedrohte Vereine müssen einfacher abrufbar sein. Ebenso wie die Akut-Hilfe wird eine Unterstützung des Sports aber auch nach der Pandemie dringend benötigt, damit die Vereine ihre Angebote schnell wiederaufbauen können. Nur so lässt sich die Gesunderhaltung der Bevölkerung sicherstellen, die in der Coronazeit sehr stark gelitten hat.“